Zinseszinsrechner
Sieh schwarz auf weiß, wie aus Startkapital und einer monatlichen Sparrate über die Jahre ein Vermögen wird. Der Rechner verzinst monatlich, zeigt den Anteil reiner Zinsen am Endwert und kann auf Wunsch die Kaufkraft nach Inflation ausweisen.
125.510,22 €
- Eingezahlt
- 58.000,00 €
- Zinsertrag
- 67.510,22 €
Vermögensverlauf (Einzahlung & Zinsen)
So wird gerechnet
Der Rechner verzinst dein Kapital monatlich. Aus dem Zinssatz pro Jahr wird ein Monatszins r = Zinssatz ÷ 100 ÷ 12 und die Laufzeit in Monate n = Jahre × 12 umgerechnet. Die Sparrate fließt nachschüssig, also jeweils am Monatsende, in die Anlage ein:
Endkapital = Start × (1 + r)n + Rate × ((1 + r)n − 1) ÷ r
Bei einem Zinssatz von 0 % vereinfacht sich das zuStart + Rate × n. Der Zinsertrag ist die Differenz zwischen Endkapital und tatsächlich Eingezahltem (Start + Rate × n). Ist eine Inflation angegeben, wird das reale Endkapital über Endkapital ÷ (1 + Inflation ÷ 100)Jahrebestimmt – das zeigt, wie viel Kaufkraft am Ende übrig bleibt.
Beispiel
Startkapital 10.000 €, monatliche Sparrate 200 €, 6 % Zinsen pro Jahr, Laufzeit 20 Jahre. Eingezahlt werden insgesamt 10.000 € + 200 € × 240 = 58.000 €. Durch die monatliche Verzinsung wächst das Depot auf rund 125.510 € – davon sind etwa67.510 € reiner Zinsertrag. Über die Hälfte des Endwerts stammt also allein aus dem Zinseszinseffekt, nicht aus eigenen Einzahlungen.
Häufige Fragen
- Was ist der Zinseszinseffekt?
- Der Zinseszinseffekt entsteht, wenn bereits gutgeschriebene Zinsen in den Folgeperioden selbst wieder verzinst werden. Dein Kapital wächst dadurch nicht linear, sondern exponentiell: Je länger das Geld angelegt bleibt, desto stärker verzinsen sich auch die zwischenzeitlich angesammelten Zinsen. Genau dieser Schneeball-Effekt macht den Zinseszins zum wichtigsten Hebel beim langfristigen Vermögensaufbau.
- Warum ist es so wichtig, früh anzufangen?
- Weil der Zinseszinseffekt Zeit braucht, um zu wirken. Die ersten Jahre sehen unspektakulär aus, doch die spätere Verzinsung der bereits angesammelten Zinsen lässt das Kapital gegen Ende der Laufzeit stark ansteigen. Wer zehn Jahre früher beginnt, kann am Ende deutlich mehr Vermögen haben als jemand, der die gleiche Summe spart, aber später startet – allein wegen der zusätzlichen Jahre, in denen die Zinsen arbeiten.
- Was bringt mehr: eine höhere Sparrate oder ein höherer Zinssatz?
- In den ersten Jahren dominiert die Sparrate, weil sie das Kapital überhaupt erst aufbaut – der Zinssatz hat noch wenig Substanz, auf die er wirken kann. Mit zunehmender Laufzeit dreht sich das Verhältnis: Auf ein großes Kapital wirkt der Zinssatz immer stärker, sodass über lange Zeiträume schon kleine Renditeunterschiede große Endwert-Unterschiede ausmachen. Kurzfristig hebelt also die Sparrate, langfristig der Zinssatz.
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