Finanz Rechner

4%-Regel-Rechner

Wie viel Vermögen brauchst du, um nie wieder arbeiten zu müssen? Die 4-Prozent-Regel beantwortet das mit einer einfachen Faustformel: Aus deinen monatlichen Ausgaben und der gewünschten Entnahmerate berechnet dieser Rechner das Zielvermögen für deine finanzielle Freiheit – inklusive des bekannten Faktors 25 und einem ehrlichen Hinweis, warum in Deutschland oft 3 bis 3,5 % sicherer sind.

Wie viel du im Ruhestand monatlich zum Leben brauchst.

Standard 4 %. In Deutschland gelten 3–3,5 % als konservativer.

Benötigtes Vermögen

600.000,00 €

= 25× deine Jahresausgaben

Jahresausgaben
24.000,00 €
Entnahmerate
4 % p.a.
Vervielfacher
25×
Monatlich entnehmbar
2.000,00 €

Hinweis: Eine Entnahmerate über 3,5 % gilt in Deutschland wegen des Sequence-of-Returns-Risikos (schwache Börsenjahre direkt zu Beginn) und längerer Entnahmehorizonte als eher offensiv. Konservativer sind 3–3,5 %.

So wird gerechnet

Die 4-Prozent-Regel dreht die Frage einfach um: Statt zu fragen, wie viel du entnehmen darfst, fragt der Rechner, wie groß dein Vermögen sein muss, damit eine feste Entnahmerate deine Ausgaben dauerhaft deckt.

Benötigtes Vermögen = (monatliche Ausgaben × 12) ÷ (Entnahmerate % ÷ 100)

Zuerst werden aus den monatlichen Ausgaben die Jahresausgaben gebildet (× 12). Diese werden durch die Entnahmerate als Anteil geteilt. Bei der klassischen Rate von 4 % ergibt sich daraus der berühmte Faktor 25 (denn 100 ÷ 4 = 25): Du brauchst das 25-Fache deiner Jahresausgaben. Eine niedrigere Entnahmerate erhöht den Faktor und damit das nötige Vermögen – bei 3,3 % wären es bereits rund das 30-Fache.

Rechenbeispiel

Du gibst 2.000 € im Monat aus, das sind 24.000 € im Jahr. Bei einer Entnahmerate von 4 % gilt: 24.000 € ÷ 0,04 = 600.000 €benötigtes Vermögen – also genau das 25-Fache der Jahresausgaben. Aus diesen 600.000 € kannst du dir rechnerisch 600.000 € × 4 % ÷ 12 = 2.000 € pro Monat entnehmen, womit sich der Kreis schließt. Planst du konservativer mit 3,5 %, steigt das Ziel auf rund 685.700 € (etwa das 28,6-Fache).

Häufige Fragen

Was ist die 4-Prozent-Regel?
Die 4-Prozent-Regel ist eine Faustformel für finanzielle Freiheit (FIRE). Sie besagt, dass du im ersten Ruhestandsjahr 4 % deines angesparten Vermögens entnehmen kannst und diesen Betrag danach jährlich an die Inflation anpasst, ohne dass das Geld über einen Zeitraum von rund 30 Jahren ausgeht. Umgekehrt heißt das: Du brauchst etwa das 25-Fache deiner Jahresausgaben als Vermögen (100 ÷ 4 = 25).
Woher kommt die 4-Prozent-Regel?
Sie geht auf die sogenannte Trinity-Studie von 1998 zurück (William Bengen lieferte 1994 die Vorarbeit). Die Forscher untersuchten historische US-Marktdaten und prüften, welche Entnahmerate ein gemischtes Aktien-/Anleihen-Portfolio über 30 Jahre durchhält. Eine inflationsangepasste Entnahme von 4 % überstand dabei in fast allen historischen Zeiträumen die volle Dauer, ohne aufgezehrt zu werden.
Warum sind in Deutschland 3 bis 3,5 % oft sicherer?
Die ursprüngliche Studie betrachtete 30 Jahre, US-Renditen und keine laufenden Kosten oder Steuern. Wer früh in Rente geht (langer Entnahmehorizont) oder gleich zu Beginn schwache Börsenjahre erwischt (Sequence-of-Returns-Risiko), zehrt das Depot schneller auf. Hinzu kommen deutsche Steuern und ETF-Kosten. Deshalb gelten hierzulande konservativere 3 bis 3,5 % – das entspricht dem 28- bis 33-Fachen der Jahresausgaben – als robustere Planungsgröße.

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