Finanz Rechner

Festgeldrechner

Bevor du ein Festgeldkonto eröffnest, lohnt der Blick auf die Zahlen: Dieser Festgeld-Zinsrechner zeigt dir, welches Endkapital und welcher Zinsertrag aus Anlagebetrag, Zinssatz und Laufzeit entstehen – wahlweise mit jährlicher Wiederanlage der Zinsen (Zinseszins) oder mit jährlicher Auszahlung. Die Abgeltungssteuer wird direkt mit ausgewiesen, damit du brutto und netto vergleichen kannst.

Bei Wiederanlage werden gutgeschriebene Zinsen mitverzinst, bei Auszahlung fließen sie jedes Jahr ab.

Endkapital nach 5 Jahren

11.592,74 €

Zinsertrag (brutto)
1.592,74 €
Abgeltungssteuer (26,375 %)
−420,09 €
Zinsertrag (netto)
1.172,66 €
Endkapital nach Steuern
11.172,66 €

Ohne Sparerpauschbetrag (1.000 € p. P.) und ohne Kirchensteuer gerechnet.

So wird gerechnet

Festgeld wird jährlich verzinst. Entscheidend ist, was mit der Zinsgutschrift passiert. Bleiben die Zinsen auf dem Konto und werden wiederangelegt, wächst das verzinste Kapital Jahr für Jahr (Zinseszins):

Endkapital = Betrag × (1 + Zinssatz ÷ 100)Jahre

Lässt du dir die Zinsen dagegen jährlich auszahlen, wird immer nur der ursprüngliche Anlagebetrag verzinst (einfache Verzinsung):

Zinsertrag = Betrag × Zinssatz ÷ 100 × Jahre

Das Endkapital ist in diesem Modus die Summe aus Anlagebetrag und den über die Jahre ausgezahlten Zinsen. Auf den Zinsertrag fällt die Abgeltungssteuer an: 25 % plus 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, zusammen26,375 %. Der Netto-Ertrag ergibt sich also ausZinsertrag × (1 − 0,26375). Der Sparerpauschbetrag von 1.000 € pro Person und Jahr wird dabei nicht automatisch abgezogen – mit Freistellungsauftrag bleibt dieser Teil deiner Zinsen in der Praxis steuerfrei.

Beispiel

Anlagebetrag 10.000 €, Zinssatz 3 % pro Jahr, Laufzeit 5 Jahre. MitWiederanlage wächst das Festgeld auf 10.000 € × 1,035 =11.592,74 € – der Zinsertrag beträgt 1.592,74 € brutto bzw. rund 1.172,66 € nach Abgeltungssteuer. Mit jährlicher Auszahlung sind es 10.000 € × 0,03 × 5 = 1.500 € Zinsen brutto, netto bleiben davon 1.104,38 €. Die Wiederanlage bringt hier also allein durch den Zinseszins knapp 93 € mehr Brutto-Ertrag.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Festgeld und Tagesgeld?
Beim Festgeld legst du einen Betrag für eine feste Laufzeit zu einem garantierten Zinssatz an – während der Laufzeit kommst du in der Regel nicht an dein Geld heran, dafür ist der Zins über die gesamte Zeit fest zugesagt. Beim Tagesgeld bleibt das Guthaben täglich verfügbar, der Zinssatz ist aber variabel und kann von der Bank jederzeit gesenkt oder erhöht werden. Festgeld eignet sich daher für Geld, das du planbar für einige Monate bis Jahre entbehren kannst, Tagesgeld für die flexible Reserve.
Was bringt die jährliche Zinsgutschrift mit Wiederanlage?
Werden die jährlich gutgeschriebenen Zinsen nicht ausgezahlt, sondern mit angelegt, verzinsen sie sich in den Folgejahren selbst mit – das ist der Zinseszinseffekt. Bei 10.000 € und 3 % Zinsen über 5 Jahre macht das bereits einen Unterschied: Mit Wiederanlage entstehen rund 1.593 € Zinsen, mit jährlicher Auszahlung nur 1.500 €. Je länger die Laufzeit und je höher der Zinssatz, desto stärker wächst dieser Vorsprung, weil jedes Jahr eine größere Basis verzinst wird.
Wie werden Festgeld-Zinsen versteuert?
Zinsen aus Festgeld sind Kapitalerträge und unterliegen der Abgeltungssteuer: 25 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag darauf, zusammen 26,375 % (gegebenenfalls plus Kirchensteuer). Die Bank führt die Steuer automatisch ab. Wichtig: Pro Person bleiben über den Sparerpauschbetrag 1.000 € Kapitalerträge im Jahr steuerfrei (2.000 € bei Zusammenveranlagung) – dafür musst du deiner Bank einen Freistellungsauftrag erteilen. Dieser Rechner zieht den Pauschbetrag bewusst nicht automatisch ab.

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