Recovery-Rechner
Ein Verlust lässt sich nicht mit demselben Prozentsatz wieder einspielen, mit dem er entstanden ist: Wer 20 % verliert, braucht 25 % Gewinn – wer 50 % verliert, schon 100 %. Der Recovery-Rechner zeigt für jeden Drawdown sofort, welcher Gewinn nötig ist, um wieder bei null zu stehen.
25 %
- Verlust (Drawdown)
- 20 %
- Verbliebenes Kapital
- 80 %
Referenz: Verlust und nötiger Ausgleich
| Verlust (Drawdown) | Nötiger Gewinn |
|---|---|
| 5 % | 5,26 % |
| 10 % | 11,11 % |
| 20 % | 25 % |
| 30 % | 42,86 % |
| 40 % | 66,67 % |
| 50 % | 100 % |
| 60 % | 150 % |
| 70 % | 233,33 % |
| 80 % | 400 % |
| 90 % | 900 % |
So wird gerechnet
Der nötige Gewinn bezieht sich nicht auf das ursprüngliche Kapital, sondern auf denRest, der nach dem Verlust noch übrig ist. Aus dieser kleineren Basis muss der gesamte Verlust wieder herausgeholt werden – deshalb steigt der nötige Gewinn überproportional. Die Formel lautet:
Nötiger Gewinn % = Verlust % ÷ (100 − Verlust %) × 100
Hintergrund: Nach einem Verlust v ist noch der Anteil (1 − v⁄100) des Kapitals vorhanden. Damit (1 − v⁄100) × (1 + g⁄100) wieder 1 ergibt – also der Ausgangsstand erreicht ist –, muss der Gewinn g exakt v ÷ (100 − v) × 100 betragen.
Beispiel
Ein Konto verliert 20 %. Aus 10.000 € werden 8.000 €. Um wieder auf 10.000 € zu kommen, müssen aus 8.000 € erneut 10.000 € werden – das sind 2.000 € auf eine Basis von 8.000 €, also 25 % Gewinn. Bei 50 % Verlust (10.000 € → 5.000 €) sind sogar100 % Gewinn nötig, um die 10.000 € zurückzuholen.
Häufige Fragen
- Warum braucht man nach 50 % Verlust 100 % Gewinn?
- Weil sich der nötige Gewinn auf das verbliebene Kapital bezieht, nicht auf den ursprünglichen Stand. Nach einem Verlust von 50 % ist nur noch die Hälfte des Kapitals übrig. Um aus dieser Hälfte wieder den vollen Betrag zu machen, muss sie sich verdoppeln – das entspricht 100 % Gewinn. Allgemein gilt: nötiger Gewinn = Verlust ÷ (100 − Verlust) × 100.
- Was bedeutet das für mein Risikomanagement?
- Der Zusammenhang ist asymmetrisch: Verluste wiegen schwerer, als ihr Prozentwert vermuten lässt, weil der Ausgleich überproportional anspringt. Genau deshalb begrenzen erfahrene Trader das Risiko pro Trade meist auf 0,5–2 % des Kontos und kappen Verluste konsequent mit einem Stop-Loss, bevor aus einem kleinen ein kaum noch aufholbarer Drawdown wird.
- Wie vermeidet man tiefe Drawdowns?
- Durch feste Verlustgrenzen: ein Stop-Loss in jeder Position, ein kleines Risiko pro Trade und eine Obergrenze für den maximalen Tages- oder Gesamtverlust. Hilfreich sind außerdem Streuung statt geballter Klumpenrisiken sowie eine Pause oder Größenreduktion nach einer Verlustserie. So bleibt der Drawdown in einem Bereich, der sich mit realistischen Gewinnen wieder ausgleichen lässt.
Passende Rechner
- Positionsgrößen-RechnerWie groß darf die Position sein, damit der Stop-Loss nur X % des Kontos kostet?
- Risk-Reward- / CRV-RechnerChance-Risiko-Verhältnis und nötige Trefferquote eines Trades bewerten.
- Pip-Wert-RechnerWert eines Pips je Währungspaar und Lotgröße berechnen.
- Margin- / Hebel-RechnerBenötigte Margin und effektiven Hebel einer Position bestimmen.